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Nach der neuen Satzung, die am 01.01.2008 in Kraft trat, wählten die Zimmerstutzen Schützen Gesellschaft von 1874 Schwürbitz die leicht minimierte, aber alt bewährte, Vorstandschaft neu. Oberschützenmeister Bernd Motschenbacher nennt sich künftig 1. Schützenmeister und wird von 2. Schützenmeister Stefan Kremer unterstützt und vertreten. Die Position des 3. Vorstandes entfällt.
Nur mäßig besucht war die Jahreshauptversammlung der Schwürbitzer Schützen am vergangenen Freitag, gerade mal 31 Mitglieder konnte Bernd Motschenbacher begrüßen. Die ersten Gedanken galten den verstorbenen Mitgliedern, dem Schützenkönig und Gauschützenmeister Michael Beck, sowie den beiden Ehrenmitgliedern Andreas Haselmann und Werner Räbiger. Den Tod von Michael Beck bezeichnete Motschenbacher als einen Tiefpunkt im vergangenen Jahr. Michael Beck hat eine tiefe Lücke als Mitglied des Ausschusses und vertrauter Ratgeber hinterlassen.
Bernd Motschenbacher sprach großen Dank an seine Vorstandskollegen und den Ausschussmitglieder für das vergangene Jahr aus, und erinnerte an die Ziele, den Sinn und Zweck dieses Vereines. Er erkannte an, dass man in den beiden Jahren seiner Vorstandschaft diesem Zweck gedient habe. Doch man müsse auch nüchtern in die Zukunft sehen und sich in einigen Punkten neu reformieren. In diesem Jahr hat man mit schon kleinen kleinen Schritten begonnen. So wird das Jugendtraining künftig von Mittwoch auf Freitag verlegt. Man erhofft sich mit diesem Schritt die Jugendlichen besser in den Verein zu integrieren, und die Zusammenkunft mit den erwachsenen Schützen zu fördern. Reformation auch beim vergangenen Jedermannschießen zu Anfang Januar. Hier war es allen Teilnehmern erstmal möglich angestrichen zu schießen. Es wurden sehr gute Ergebnisse erzielt, denn die teilnehmenden Jedermannschützen möchten bei diesem Wettbewerb einfach die 1. Plätze und die Königswürde erreichen. Diese Art von Ehrgeiz ist auch bei den vereinsinternen Wettbewerben dem An- und Abschießen bemerkbar. Doch anders sieht es hingegen mit dem Schuss auf die Königsscheibe, dem Königstitel aus. Ein kleiner Schritt und Anreiz soll damit gemacht werden, die Königsabholung etwas abzuspecken, ohne dass die jeweiligen Könige in ihrer Würde beschnitten werden. Angedacht ist eine Abholung die nicht mehr länger als eine halbe Stunde dauert, damit wieder etwas „kleinere Brötchen“ gebacken werden. Es soll jedem Mitglied möglich sein, die Königswürde zu erreichen. Mit dem Schützenfest 2007 zeigte sich das Schützenoberhaupt unzufrieden, schlechtes Wetter sorgte für mäßige Besucherzahlen und geringem Umsatz.
Dies bestätigten auch noch mal Festwirt Stefan Fleischmann und Schatzmeister Jürgen mit einem Bericht vom Schützenfest 2007. Schatzmeister Jürgen Kremer stellte außerdem ausführlich die finanzielle Gesamtsituation des Vereines dar. Schriftführerin Sabine Petschner ließ in Stichpunkten das aktive Schützenleben 2007 Revue passieren und gab einen kleinen Einblick aus der Mitgliederverwaltung: 5 Neuanmeldungen standen 3 Abmeldungen gegenüber. Erfreulich ist, laut einer kleinen Statistik, dass 60% der 0-18jährigen und 50% der 19-25jährigen gemeldeten Mitglieder sich aktiv im Schützenverein beteiligen. In dieser Altersklasse ist die Bereitschaft zum Sport und die Mithilfe im Verein sehr groß. Anders hingegen sieht es in den anderen Altersgruppen aus, hier liegen die Zahlen weit unter der 50%-Marke.
Schießleiterin Bianca Thiem bat ihre Schützen unbedingt darum, sich mehr an den auswärtigen Hauptschießen zu beteiligen. Sie nannte leicht rückläufige Zahlen für die Beteiligung beim Hauptschießen 07 in Schwürbitz. Die Teilnehmerzahlen der vereinsinternen Schießwettkämpfe lagen beim Anschießen mit 22 Schützen – beim Abschießen hatten sich 30 Schützen beteiligt. Den Titel des Vereinsmeisters 2007 holte sich Stefan Wich, ebenso erreichte er die Würde des Strohkönigs. Beim Gauschießen gingen von 22 gemeldeten Teilnehmern 16 an den Start und sicherten sich gute Platzierungen. Bianca Thiem und Anja Streng schafften es sogar bis zu den Bayerischen Meisterschaften und erzielten dort 366 (Streng) und 385 (Thiem) Ringe. Ebenso erfolgreich war man beim Siegfried-Möslein-Pokal gewesen. Zum 4.ten mal in Folge nahmen die Schwürbitzer Mädels bereits diesen Pokal mit nach Hause. Die erfolgreichen „Möslein“-Schützinnen hießen: Thiem Bianca (388 Ringe), Birgit Hartmann (259 Ringe), Anja Streng (289 Ringe), Elisabeth Klamke (373 Ringe), Julia Fleischmann (369 Ringe) und Mandy Beierlipp (352 Ringe). Erfolgreich war das Jahr auch für die vier Mannschaften bei den Rundenwettkämpfen. Gleich 3 Mannschaften konnten in eine höhere Klasse aufsteigen. In der neuen Saison wird die 1. Mannschaft nun von Marcus Bärnreuther unterstüzt. Derzeit belegt man den 4. Platz in der Oberfrankenliga. Die 2. und 3. Mannschaft steht jeweils auf dem 5. Tabellenplatz, und die 4. Mannschaft hat bereits die Saison auf dem 1. Tabellenplatz abgeschlossen.
Genauso erfreut berichtete Jugendleiter Jürgen Fleischmann von den sportlichen Erfolgen der Schwürbitzer Schützenjugend. Hier stellen sich Michael Stettner und Julia Fleischmann immer wieder als Leistungsträger heraus. Mit einem 37,9-Teiler errang Michael Stettner die Würde des 1. Ritters beim Bezirkskönigsschießen. Jürgen Fleischmann gab zum Abschluß seines Berichtes bekannt, dass er bei den Neuwahlen als Jugendleiter nicht mehr zu Verfügung stände.
Die Damenleiterin Annelinde Rußwurm verlas die zahlreichen Aktivitäten aus der Damenabteilung und lädt gleichzeitig zum bevorstehenden „Weiberfasching“ am kommenden Donnerstag ins Schützenhaus ein. Sie gab außerdem den Erlös des Mistelzweigverkaufes beim Schwürbitzer Weihnachtsmarkt bekannt. Böllerreferent Hubert Marr benannte die Unternehmungen der Schwürbitzer Böllerer. Hier standen 2007 die Arbeitssitzung des BSSB auf der Plassenburg, das Böllerschützentreffen in Heroldsbach, der Bayerische Jugendschützentag in Lichtenfels, die Deligiertenversammlung in Pegnitz, das Kirchweihschießen in Schwüribitz sowie zahlreiche Geburtstage und Festzüge auf dem Programm. Als besonderes Highlight aber stellte Hubert Marr die Teilnahme anlässlich der Theateraufführung „Zum weissen Rössl“ dar. Hier durfte man als „Laienschauspieler“ bei der Aufführung mitwirken und hatte großen Spaß während der drei Veranstaltungen am Rudufersee.
Die Kassenprüfer Günther Fischer und Kurt Fleischmann hatten den Schatzmeister „traktiert und jeden Pfennig zwei mal umgedreht“, so Günther Fischer. Sie bescheinigten dem Kassier Jürgen Kremer einwandfreie Kassenführung. Die Versammlung erteilte dem Kassier und dem Schützenmeisteramt Entlastung.
Für die Neuwahlen stellte sich Günther Fischer als Wahlleiter zur Verfügung. Ihm stand Stefan Fleischmann als Wahlhelfer zur Seite. Die neue Vorstandschaft sieht wie folgt aus: 1. Schützenmeister Bernd Motschenbacher; 2. Schützenmeister Stefan Kremer, Schatzmeister Jürgen Kremer, Schriftführerin Sabine Petschner, Schießleiterin Bianca Thiem, Jugendleiterin Simone Ruckdeschel; Damenleiterin: Annelinde Rußwurm, Hausverwalter: Georg Thiem, Böllerreferent: Hubert Marr, Zeugwart: Heinz Thiem; Ausschussmitglieder: Sigrid Eidam, Stefan Fleischmann, Gertrud Motschenbacher. Kassenprüfer: Günther Fischer und Kurt Fleischmann. Für die Fahnenabordnung erklärten sich bereit: Johannes Kremer, Florian Rußwurm und Christopher Wenzel.
Unter dem Punkt Wünsche und Anträge wurde noch mal eine Abstimmung durchgeführt. Mit 30 Ja-Stimmen und 1 Enthaltung wurde die Sperrzeit für den Schützenkönig/in bei den Damen auf 8 Jahre (bisher 5) hinaufgesetzt und im Herrenbereich auf 8 Jahre (bisher 10) verkürzt. Erster Schützenmeister Bernd Motschenbacher gab weiterhin bekannt, dass im Frühjahr einige dringende Renovierungsarbeiten im Schützenhaus durchgeführt werden. Damit schloß sich die Versammlung.